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Kategorie: Politik & die Welt
geschrieben von: Rad und Tat e.V.
Veröffentlicht am: 16. Dezember 2007 10:00 - 2158 Hits

50 Fachfrauen aus Altenpflege, Frauen-/Lesbenberatung und Senior/innenarbeit trafen sich vom 30.11.- 2.12. 2007 in Berlin zur 4. bundesweiten Fachtagung Lesben & Alter.

Modelle gemeinschaftlichen Wohnens, die Lesben ein Altern in Würde ermöglichen, standen ebenso auf der Tagesordnung wie der Dialog der Generationen und die lebensbiografische Anerkennung anderer Lebensläufe.

Der Blick ins europäische Ausland auf das Amsterdamer Institut für homospezifische Gesundheit und Prävention Schorer gab interessante Eindrücke auf Netzwerke für Lesben im Alter in den Niederlanden und deren öffentliche Wertschätzung - auch was die finanzielle Förderung betrifft - und Verankerung in bestehenden Strukturen der Seniorenarbeit.

Die Bundesweite Fachtagung Lesben und Alter setzt sich für lesbenrespektierende Strategien des Diversity Managements ein.

Die bundesweite Fachtagung Lesben und Alter fordert die Bundes- und Kommunalpolitik und die Gremien der Altenarbeit auf sich aktiv für die Umsetzung erforderlicher Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Lesben im Alter einzusetzen. (siehe Anhang)

Um die inhaltliche Gestaltungsmöglichkeiten und die politische Lobbyarbeit weiterhin zu professionalisieren, plädierten die anwesenden Fachfrauen einhellig dafür, einen bundesweiten Dachverband „Lesben und Alter“ zu gründen. Die Gründungsversammlung findet im kommenden Jahr bei Intervention e.V. in Hamburg statt.

Eine Verstetigung der bisher geleisteten Arbeit und eine Spezialisierung in einzelnen Themenfeldern ist in Form von Fortbildungsveranstaltungen vorgesehen. Die Berliner Einrichtung RuT - Rad und Tat e.V. wird eine bundesweite Fortbildung zum Thema Besuchsdienste für lesbische Frauen anbieten.

Lesben im Alter sind nach wie vor ein Tabu-Thema in der Seniorenarbeit. In Altenheimen und in der offenen Seniorenarbeit werden frauenliebende Frauen nicht wahrgenommen. Aus Scham oder Angst vor Diskriminierung verschweigen vor allem diejenigen frauenliebenden Frauen, die siebzig Jahre und älter sind, einen zentralen Anteil ihrer Persönlichkeit.

Die so genannten "jungen Alten" unter den lesbischen Frauen erkennen in den traditionellen Einrichtungen der Altenpflege und Altersbegleitung einen Mangel an Wissen und Sensibilität im Umgang mit gleichgeschlechtlichen Lebensformen.


Die Bundesweite Fachtagung Lesben und Alter stellt sich mit ihrer Kompetenz und ihrem Expertinnenwissen als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Ansprechpartnerinnen:
Bea Trampenau, Hamburg: info@lesbenverein-intervention.de
Carolina Brauckmann, Köln: carolina.brauckmann@rubicon-koeln.de
Jutta Brambach, Berlin: radundtatberlin@compuserve.de

Die Tagung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend.

RuT-Rad und Tat e.V.
Schillerpromenade1, 12049 Berlin
Telefon: 030-6214753
Fax: 030-6214753
radundtatberlin@compuserve.de
www.lesbischeinitiativerut.de

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