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Die Autorin Sandra
Wöhe im Interview mit
Pride-World |
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Sie
ist diplomierte Krankenschwester und ausgebildete Publizistin. Als
Tochter
einer Indonesierin und eines Holländers wurde Sandra
Wöhe 1959 in den
Niederlanden geboren. Mittlerweile lebt sie in Zürich, nach
freiberuflicher
Tätigkeit als Journalistin und Redakteurin seit 1999 als
selbstständige
Autorin. Ihr Debütroman „Lass mich Deine Pizza
sein“ wurde im Ulrike Helmer
Verlag 2003 veröffentlicht. Drei Jahre später
erschien ihr erotischer
Liebesroman „Giraffe im Nadelöhr“ im
konkursbuch Verlag Claudia Gehrke.
Dazwischen liegen viele Kolumnen sowie Kurzgeschichten in Anthologien. |
Wir
wollten mehr über die Schriftstellerin erfahren und haben
Sandra Wöhe um ein
Interview gebeten.
PW: Wie
bist du zum Schreiben gekommen? Gab es einen
„Schlüsselmoment“?
Sandra
Wöhe: Ich war in Italien in den Ferien. Das uralte, verrostete
Auto wurde
aufgebrochen und ausgeräumt. Nichts Besonders, so etwas ist
Alltag für mich,
wenn ich morgens mit dem linken Bein zuerst aufstehe. Aber wie es halt
so ist:
Die Versicherung wollte nicht zahlen. Briefe gingen hin und her sowie
her und
hin, und zum Schluss hatte ich einen hohen Selbstbehalt.
Wütend
war ich, daran kann ich mich noch gut erinnern. Vor allen Dingen war
ich
überzeugt: Wenn ich eleganter formuliert und argumentiert
hätte, dann, ja dann
wäre jemand von der Versicherung persönlich
vorbeigekommen. Eine Reporterin
wäre nie in so einen Schlamassel geraten, glaubte ich. Wenige
Monate später
studierte ich Journalistik.
PW: Basieren
deine Werke auf eigenen Erfahrungen oder Personen, denen du begegnet
bist?
Sandra
Wöhe: Ich mag Geschichten und ich liebe das Erzählen.
Jedoch ist der Alltag
allzu oft zu langweilig – und noch öfter zu
fantastisch, um daraus gute
Geschichten zu spinnen.
PW: Angenommen,
du würdest ein Buch über dich schreiben, wie
würde der Titel lauten?
Sandra
Wöhe: „Die Frau,
die schon vor dem Aufwachen spricht“
PW: Du schreibst in deinem Buch
„Giraffe
im Nadelöhr“ über wilden Sex im
Frauenferienzentrum, der eine Beziehung durcheinander-bringt.
Ist es dir schwergefallen, die erotischen Szenen zu schreiben? Anders
formuliert: Welchen Anspruch hast du an die Darstellung sich liebender
Frauen?
Sandra Wöhe: Am
liebsten
denke ich mir erotische Szenen aus, die eine Aussage haben. Solche, die
nicht
rund laufen, sondern mich stattdessen überraschen und zum
herzhaften Lachen
verführen. Wenn diese Kriterien erfüllt sind,
fließt mir der Text nur so aus
den Fingern. Zwar sitze ich manchmal mit hochrotem Kopf da, aber das
ist
Nebensache.
PW: Wäre
das Leben eine Pizza und die Beläge stellten deine Ziele und
Wünsche dar, wie
würde dein italienischer Teigfladen aussehen?
Sandra
Wöhe: Knoblauch bietet eine ganze Palette an positiven
gesundheitlichen Effekten.
Zu Mundgeruch und Ausdünstungen fragen Sie Ihre
Ärztin oder Apothekerin.
PW: Hast
du bereits ein neues Werk am Start? Auf was dürfen sich deine
Leserinnen
freuen?
Sandra Wöhe:
Nächstes Jahr
im Herbst ist es wieder soweit! Diesmal wird es eine
Familiengeschichte. Aus
Indonesien immigriert eine Witwe mit drei wunderschönen
Töchtern nach
Deutschland. Sie sprechen akzentfrei Hochdeutsch. Aber der Dialekt, in
dem hier
gedacht wird, ist ihnen ein Rätsel. Das Thema Integration
liegt mir am Herzen
und ich freue mich sehr über die Veröffentlichung
dieses Romans. Er trägt den
Arbeitstitel „Reis weicht Brot“.
Herzlichen
Dank für das Interview! Das Pride-World Team wünscht
dir weiterhin viel Erfolg!
Weitere Informationen zu
Sandra Wöhe und ihren Werken findet ihr auf der
Autorinnenwebseite
www.sandrawoehe.ch
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