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Lebenspartnerschaft und der Kampf um eine Adoption

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Kategorie: Regenbogenfamily
Veröffentlicht am: 20. Oktober 2009 17:30 - 2870 Hits

Esther und Nicole sind eingetragene Lebenspartnerinnen und haben im Sommer 2009 eine kleine Tochter namens Julie bekommen. Esther und Nicole sind seit 6 Jahren ein Paar und haben sich in der "Kinderwunschklinik" in Dänemark für eine Schwangerschaft durch Insemination entschieden. Nun ist die kleine "Wunschmaus" auf der Welt und hat gleich zwei Mütter: ihre leibliche (Esther) und Nicole, die nun um die Adoption kämpft.

Das ist in Deutschland schon so eine Sache mit dem Adoptionsrecht. Entsteht in einer Hetero-Ehe das Kind durch eine Insemination, wird der Ehemann automatisch zum Vater und somit auch als solcher in der Geburtsurkunde eingetragen. Bei homosexuellen PartnerInnen läuft es leider immer noch so, wie bei den beiden Müttern Esther und Nicole, denn die beiden müssen nun den beschwerlicheren Weg der Stiefkindadoption gehen. Es wird wohl noch mindestens ein Jahr dauern, bis Nicole die "offizielle" Mami von Julie werden kann ...

Unverständlich ist, dass es in Deutschland laut Gesetz bereits 8 Wochen nach der Geburt des Kindes möglich ist, dieses zu adoptieren, jedoch die Jugendämter sich in der Regel ein bis zwei Jahre Zeit lassen, um die Adoptionswilligen auf "Herz und Nieren" zu prüfen. Schade, dass Eltern von Wunschkindern offensichtlich sehr akribisch scheinbar sogar mit Vorbehalten unter die Rechtslupe genommen werden, während andere Paare Kinder in die Welt setzen um die zu kümmern sie gar nicht im Stande sind...

Mehr zu Esther, Nicole und der kleinen Julie findet ihr in einem Artikel des Hamburger Abendblatt.


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