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Reisekrankheiten bei Hunden

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Kategorie: Aus Katrins Haustierpraxis

Wer möchte schon in der schönsten Zeit des Jahres auf den besten Freund des Menschen verzichten? Der Hund soll mit in den Urlaub, mit nach Mallorca und den Strandspaziergang genießen. Doch, worauf muss man achten? Womit kann sich die Nassnase anstecken?


Generell kann man sagen, dass es in den südeuropäischen Ländern andere Krankheiten gibt, als hier in Deutschland. Pauschalisieren kann man das aber leider nicht mehr, da durch den zunehmenden Hundetourismus immer mehr gefährliche Krankheiten auch nach Deutschland eingeschleppt werden.
Die häufigsten Reisekrankheiten sind die Babesiose, die Ehrlichiose, die Leishmaniose und Infektionen mit dem Herzwurm.

Babesiose wird durch Zecken übertragen. Typische Symptome sind Fieber, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, braunroter Urin, blasse oder gelbliche Schleimhäute, Einblutungen in der Haut und den Schleimhäuten. Die meisten dieser Symptome treten ca. ein bis drei Wochen nach der Infektion auf.

Ehrlichiose gehört ebenfalls zu den von Zecken übertragene Krankheiten. Ca. ein bis drei Wochen nach der Infektion befinden sich die Tiere in der akuten Phase. Dann treten Fieberschübe, Mattigkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blutungsneigungen und Lahmheiten auf. Werden diese Symptome nicht behandelt und der Erreger somit nicht aus dem Körper eliminiert, geht die Krankheit nach einer symptomfreien zweiten Phase in ein chronisches Stadium mit schwerem Verlauf über. In dieser Phase stehen die Behandlungschancen sehr schlecht.


Sandfliegen, die u.a. im Mittelmeerraum vorkommen, sind der Ansteckungsweg für die Leishmaniose. Nach einer Infektion kann die Krankheit Wochen aber durchaus auch erst Jahre später ausbrechen. Die Symptome sind nicht eindeutig und beinhalten u. a. Fieberschübe, Gewichtsverlust, Muskelabbau, Haarverlust, Hautveränderungen an den Ohren, der Nase und den Augenlidern. Es bilden sich Schuppen, Borken, Knötchen und schlecht heilende Geschwüre.

Herzwürmer oder auch Dirofilariose werden durch verschiedene Arten von Stechmücken übertragen. Durch den Mückenstich werden die Larven des Herzwurms übertragen, die sich im Körper des Tieres heranwachsen. Mit vorliebe siedeln sich die Würmer in der rechten Herzkammer und in den großen Gefäßen von Herz und Lunge an. Symptome sind Husten, Atemprobleme und Konditionsverlust.

Vor diesen Krankheiten kann man seinen Hund durch eine gute Prophylaxe schützen. Hierzu fragt bitte die Tierarztpraxis Eures Vertrauens. Je nach Urlaubsland und genauer Reiseregion sollte man auch verschiedene Dinge achten.

Sollte man einen Hund aus einem südeuropäischen Land mitbringen, so sollte man schnellstmöglich nach Ankunft in Deutschland den Hund auf diese Krankheiten testen lassen! Dafür braucht man nur etwas Blut, das kann aber das Leben des Hundes retten.


geschrieben von: Kartrin/ina-nicole
Veröffentlicht am: 18. Juli 2006 16:20 - 1998 Hits


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