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Edda Schnittgard - Das Exclusiv-Interview Teil 2

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Kategorie: News, Klatsch & Tratsch

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Teil 2: Barbie reloaded oder das Ziel ist im Weg -


und was Edda Schnittgard über sich selbst, Barbie und dem Weg als Ziel zu erzählen hat.

Pride-World: Wie bist Du zur Musik gekommen?
Edda Schnittgard: Da kann ich ganz eindeutig sagen, dass Barbara Streisand schuld dran ist. (Edda lacht) Mit Barbara habe ich singen und Klavier spielen gelernt.
Aber auch durch meine Eltern. Mein Vater war Jazz-Musiker und meine Mutter hat Schallplatten verkauft. Da prägte mich mein Umfeld schon etwas.

Pride-World: Denkst Du, dass Du beruflich oft in eine bestimmte Schublade gesteckt wirst? Edda Schnittgard: Ja. Meiner Meinung nach, werden wir so ziemlich alle in eine Schublade gesteckt und daraus müssen wir uns erst einmal wieder befreien. Ein Veranstalter stellte einmal völlig überrascht fest, dass Ina und ich ja ganz nett seien. Er hätte uns immer für zickig gehalten, wie auf der Bühne eben. Ich denke, der Mensch ist von Natur aus von Vorurteilen bestimmt.
   
Pride-World: Kannst Du unseren Leserinnen und Lesern kurz etwas über Barbie reloaded erzählen worum es darin geht? Edda Schnittgard: Es geht nicht um Barbie. Es geht um mich. Aber wenn wir es einmal mit Barbie in den Zusammenhang bringen, dann kann ich sagen, dass es darum geht, wofür Barbie steht. Es geht um die Erwartungshaltung der Gesellschaft und eines jeden selbst.
    
Pride-World: Wofür steht Barbie Deiner Meinung nach? Edda Schnittgard: Für ein gewisses Schönheitsideal eine gewisse Erwartungshaltung, wie Frau auszusehen und sich zu geben und zu verhalten hat.

Pride-World: Was hat Dich an Deinem Stück "Barbie reloaded" am meisten überrascht? Edda Schnittgard: Dass ich eine eigene Meinung habe und diese offen kund tue. Es war nicht beabsichtigt, aber es ist so passiert und ist gut so.
    
Pride-World: Hast Du Dich für Barbie reloaded verändert? Edda Schnittgard: Ja. Ich habe mir eine andere Frisur machen und Pony schneiden lassen. Außerdem schminke ich mich durchaus auch anders.

Pride-World: War diese äußerliche Veränderung von Dir für die Show wichtiger oder für Dich persönlich? Edda Schnittgard: Ich denke vor allem für das Publikum. Sie sehen, ich habe mich verändert und mein Auftritt hat sich geändert ich trete alleine auf und die Show selbst hat sich verändert. Wenn Du alleine auf der Bühne stehst, dann geht es halt nur um Dich. Was aber auch heißt, dass Du die Show auf Dich persönlich zuschreiben kannst.
Aber es hilft einem auch selber, wahrzunehmen, dass es etwas komplett Neues ist, was man da nun macht.

Pride-World: Wie zufrieden bist Du mit der Buchung Deiner Show "Barbie reloaded"? Edda Schnittgard: Ich bin mit meinem Solo-Start recht zufrieden, für eine Kleinkünstlerin läuft es ganz gut. Meine Shows sind fast alle ausverkauft. Ich halte nichts von Jammern auf hohem Niveau und genau das wäre es, wenn ich nicht zufrieden wäre. Auch wenn es immer eine Steigerung gibt.
    
Pride-World: Was denkst Du woran es liegt, dass weniger Publikum zu Deiner Show kommt als früher zu "Queen Bee"? Edda Schnittgard: Ich merke ganz einfach, dass die Leute mich scheinbar weniger auf der Bühne bei "Queen Bee" wahrgenommen haben als Ina. Nun müssen sie erst einmal erkennen, dass eine Solo-Show von und mit mir sehr unterhaltsam sein kann.

Pride-World: Lief es irgendwo auch mal nicht so ganz rund für Dich? Edda Schnittgard: Ja, in Bremen. Bremen scheint mich und meine Vorstellung ersteinmal nicht gewollt zu haben. Obwohl ich in Bremerhaven wiederum ausverkauft war. Aber das kann vorkommen und wenn es nicht läuft, dann muss man einfach weitermachen und vielleicht auch mal eine Stadt vorerst hinter sich lassen. Aufgeschoben ist ja nicht unbedingt aufgehoben.
    
Pride-World: Wie lange wirst Du voraussichtlich mit Barbie reloaded auf Tour sein? Edda Schnittgard: Also die Tour läuft ja gerade erst richtig an und zwei Jahre möchte ich damit auch durch die Lande ziehen. Also habe ich noch einiges vor.

Pride-World: Was kommt danach - arbeitest Du insgeheim schon an etwas Neuem? Edda Schnittgard: Es wird immer etwas danach geben. Aber nein, ich arbeite derzeit noch nicht an etwas Neuem. Ich habe gerade erst eine CD zum Programm "Barbie reloaded" aufgenommen.
     
Pride-World: Wo siehst Du Dich selbst in fünf oder zehn Jahren beruflich? Edda Schnittgard: Ich denke bei der Kleinkunst. Aber ich habe aufgehört, so weit voraus zu denken. Es kann morgen alles schon anders kommen als gedacht. Ich würde gerne ein bisschen mehr schauspielern in einer passenden Sitcom oder am Theater.
Ich würde mich gerne dritteln. Ein Drittel mit meinen eigenen Projekten auf der Bühne stehen, ein Drittel gerne im Teambereich arbeiten - Sitcom oder Theater - und das letzte Drittel Regie führen und als Autorin arbeiten. Wenn davon die Miete bezahlt wird und ich als Rentnerin nicht auf die Straße muss dann ist alles gut und es ist alles, was ich will.

Jeder Mensch kennt Barbie, aber kennen Sie auch Edda?

Edda Schnittgard ist/war die eine Hälfte des umjubelten Musik-Kabarett-Duos "Queen Bee". Doch jetzt wird aus der Hälfte ein Ganzes. Aber wie groß darf Frau als Ganzes sein und wie viel Barbie verträgt der Mensch? Würden Sie mit einem Mann ausgehen, der ein Frauenbild schuf, dass zwar Titten wie Beton, aber keine Menstruation hat? Einen genauso großen Bogen macht Edda um Frauen, die ihre Barbie-Sammelleidenschaft mit der These rechtfertigen, das 26 cm lange Stück PVC würde mit ihren 46 Jahren, die berufliche und gesellschaftspolitische Entwicklung der Frau dokumentieren.

Doch ganz ohne Barbie kann auch Edda nicht. Sie ist eine Meisterin der Familienaufstellungen nach Mattel und veranstaltet regelmäßig Barbie-Peepshows!
Und während sich der Teller in der Mikrowelle langsam zu drehen beginnt, setzt sie sich an den Flügel und erzählt und singt: Von Leuten die uns sagen wollen, wie wir zu sein haben, und von Leuten, die so sind, wie andere es wollen. Warum Ansprüche so hoch sind, dass man seine Ziele nie erreicht und wieso Pumps stetig teurer werden, obwohl man immer weniger Schuh fürs Geld bekommt. Barbie und Ken haben sich getrennt, Edda und Ina auch. Barbie hat jetzt Blaine, und Edda endlich ihre eigene Show.
Copyright Pride-World 2007/ina-nicole


geschrieben von: ina-nicole
Veröffentlicht am: 22. Januar 2007 12:12 - 4851 Hits


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