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Aimée & Jaguar |
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Berlin,
1943/44: Inmitten der tödlichen Bedrohung durch Bomben und
Hass beginnen zwei Frauen, ihre Liebe zu leben - die Liebe ihres Lebens... |
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Lilly
ist Ende 20, verheiratet mit dem fahnentreuen Soldaten Günther
Wust, brave Hausfrau und Trägerin des Mutterkreuzes. Bei einem
Konzertbesuch lernt sie Felice Schragenheim kennen - nicht ahnend, dass
diese Begegnung der Beginn einer Geschichte ist, die Lillys Leben
völlig neu schreiben wird.
Felice
ist anders als alle Frauen, die Lilly bisher kannte. Sie
verströmt ein
Lebensgefühl, dessen Unbefangenheit und Energie Lilly zugleich
irritiert und fasziniert. Als Felice sie eines Tages umarmt
und ihr
einen leidenschaftlichen Kuss gibt, reagiert Lilly mit einer Ohrfeige.
Doch ihre Gefühle überschlagen sich - und im
Anschluss die Ereignisse
im Leben der Lilly Wust. |
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Fast
täglich
schreiben sich die Frauen von nun an Briefe und Gedichte. Vor der
Kulisse immer verheerenderer Zerstörung wächst ihre
Liebe zueinander.
Lilly und Felice finden sich selbst, erschaffen sich ihre eigene intime
Realität und geben sich neue Namen: "Aimée und
Jaguar". Während Lilly
sich dieser für sie völlig neuen Welt mehr und mehr
öffnet, scheint
Felice ein Geheimnis in sich zu tragen. Oft ist sie tagelang
verschwunden, eine Erklärung für ihre Abwesenheit
vermag sie jedoch
nicht zu geben. Getrieben von Eifersucht, zwingt Lilly sie zu einem
Geständnis. |
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Felice
ist Jüdin. Unter falschem Namen arbeitet sie bei einer
Nazizeitung -
und unter größter Gefahr für eine
Widerstandsgruppe, der sie
Informationen zuspielt. Doch die Liebe der Frauen ist stärker
als die
Angst vor der nunmehr allgegenwärtigen Bedrohung. Lilly
lässt sich von
ihrem Mann scheiden und nimmt Felice in ihre Wohnung auf, fest
entschlossen, die Schrecken der Zeit gemeinsam zu bestehen.
Sie
versuchen, die grausame Wirklichkeit zu verdrängen, ihre Liebe
zu
leben. Doch nach einem unbeschwerten Tag im August 1944 erwartet sie
die Gestapo in Lillys Wohnung...
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Hintergrund:
Berlin,
1994 - Lilly Wust erzählt ihre lang gehütete
Geschichte und erweckt die
Vergangenheit zu neuem Leben: Nach Kriegsende, im Mai 1945 beginnt
Lilly Wust nach Felice Schragenheim zu fahnden. Sie steht auf dem
Bahnhof, wenn Züge aus dem Osten kommen. Sie hängt
Suchanzeigen aus,
forscht nach ihr bei jüdischen KZ-Überlebenden. Sie
lässt Felice im
Radio ausrufen und über die UNRRA (United Nations Relief and
Rehabilitation Administration) suchen. Vergebens.
Am
14. Februar
1948 wird Felice Schragenheim vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
für
tot erklärt. Ort und Zeitpunkt des Todes bleiben unbekannt.
Vermutlich
kam sie bei einem der berüchtigten Todesmärsche um.
Nach einem
Selbstmordversuch im Frühjahr 1949 heiratet Lilly Wust im
April 1950
ein zweites Mal. Eine absurde Ehe aus "Torschlusspanik", die zehn
Monate später bereits wieder geschieden wird. 1981
erhält sie das
Bundesverdienstkreuz am Bande - sie hatte nach Felices Verhaftung noch
drei weitere Jüdinnen versteckt. Die Geschichte ihrer Liebe
jedoch
bewahrt sie rund 50 Jahre für sich - ihre Tagebücher,
Felices
Dokumente, Fotos, Briefe und Gedichte, verstaut in zwei randvoll
gepackten Koffern.
Mit
80 Jahren trifft Lilly Wust in Berlin auf
die Autorin Erica Fischer, der sie die Geschehnisse ihrer Zeit mit
Felice offenbart. Aus langen, intensiven Gesprächen, aus den
Briefen
und Gedichten sowie aus eigenen Recherchen verfasst Erica Fischer das
Buch "Aimée & Jaguar", das nach der
Erstveröffentlichung 1994
gleich in die Bestsellerlisten gelang und inzwischen in elf Sprachen
übersetzt wurde.
Dass
"Aimée & Jaguar" nicht nur wahre
Geschichte, sondern auch wahre Größe zeigt, liegt
vor allem an der
mitreißenden Umsetzung. So kann sich auch die Liste der
Auszeichnungen
sehen lassen: Der Film gewann 1999 in der Kategorie "Beste
Hauptdarsteller" bzw. "Herausragende schauspielerische Leistung" den
Bayerischen Filmpreis, den Silbernen Bären der Internationalen
Filmfestspiele Berlin sowie den Deutschen Filmpreis in Gold. Der
Regisseur Max Färberböck wurde ebenfalls mit dem
Bayerischen Filmpreis
ausgezeichnet und sowohl für den Goldenen Bären als
auch für den
Deutschen Filmpreis in Gold nominiert. Weitere Nominierungen gab es
für
den GLAAD Media Award und den Golden Globe in der Kategorie "Bester
ausländischer Film".
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Deutsches Drama von 1998 mit
Maria Schrader, Juliane Köhler, Johanna Wokalek, Heike
Makatsch, Elisabeth Degen
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Regie
und Drehbuch
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Max
Färberböck und Rona Munro (nach dem Roman von Erica
Fischer) |
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Produktion
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Günther
Rohrbach, Senator Film |
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Musik |
Jan
A.P. Kacmarek |
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Länge |
125
Minuten |
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Ur-/Erstaufführung |
10.
Februar 1999 |
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Genre |
Liebe,
Drama,
lesbische Liebe, Krieg |
Bildrechte: ARD / ©
ARD/Degeto
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